Sehr gut. Das musste mal gesagt werden.
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OliverErklärung Oxlajuj Baq'tun - Baktun 13 – 2012Für die Weltöffentlichkeit erklären wir:
In Anbetracht der hohen Erwartungen, welche die “7 Prophezeiungen der Maya” in den Medien erzeugt haben, welche auf die Urheberschaft des kolumbianischen Architekten Fernando Malkún zurückgehen, erklären wir, die Nachkommen der Mayazivilisation, gemeinsam mit Archäologen, Epigrafisten, Intellektuellen, Kulturverantwortlichen und Forschern, folgendes:
a) Besagte Prophezeiungen wurden nicht von den Maya geschrieben. Sie haben keine epigrafische, wissenschaftliche, historische oder mündliche Basis, sondern entstammen der Fantasie von Fernando Malkún oder irgendeiner anderen Person, die nichts mit der Mayakultur zu tun hat.
b) In keinem der tausenden von Hieroglyphentexten der Maya, auch nicht in den mündlichen Überlieferungen oder in den Büchern, welche während der Kolonialzeit in Mayasprache aufgeschrieben wurden, ist von irgendeiner Prophezeiung oder irgendeiner Hoffnungsbotschaft für unsere moderne Zeit die Rede, wie es der kolumbianische Autor vorgibt.
c) Die Behauptung von Fernando Malkún über einen Synchronisationsstrahl aus dem Zentrum der Milchstraße ist bar jeglicher wissenschaftlicher Substanz, da es im Zentrum unserer Galaxis ein Schwarzes Loch gibt, welches Energie absorbiert, und keine Lichtstrahlen abgibt. Es ist außerdem falsch, dass die Galaxien „atmen“ und dass die Maya „Karten von der Bewegung der Sonne“ entworfen hätten. Es ist ebenso falsch, dass es einen „Kosmischen Maya-Zyklus“ von 26 tausend Jahren gäbe, welcher „die Evolution des Bewusstseins” kontrolliere. Ebenso wenig ist es richtig, dass die Maya ein ungewöhnliches Anwachsen der Sonnenaktivität vorhergesagt hätten, und viel weniger noch, dass “ein Komet erscheinen würde, welcher die Erde zerstören könnte”.
d) Die Maya waren und sind eine an Landwirtschaft und Gemeinsinn interessierte Gesellschaft, und haben zu keiner Zeit die Auswüchse vorhergesagt, welche unsere moderne Konsumgesellschaft am ökologischen Gleichgewicht und am Hoffungsstreben der westlichen Welt provoziert hat, wegen ihrer Tendenz zum unbedachten Konsum. Die aktuelle Weise des Denkens und Lebens der Mehrheit der Nicht-Maya hat mit der Denkart der vergangenen und heutigen Maya sehr wenig zu tun.
e) Die antiken Maya besaßen verschiedene Formen, die Zeit zu messen. Eine von ihnen nennt man jetzt die „Lange Zählung“, welche laut GMT 584283-Korrelation am 11. August 3114 vor Christus begann und am 21. Dezember 2012 endet. Laut mehreren Maya-Forschern, welche als Basis die GMT 584285-Korrelation verwenden, könnte diese Rechnung auch am 13. August 3114 vor Christus beginnen und am 23. Dezember 2012 enden. Ursprünglich ging man von den Berechnungen von Eric S. Thompson aus, welcher als Anfangsdatum den 13. August 3113 vor Christus errechnet hatte, wobei er fälschlicherweise ein Jahr Null mitgerechnet hatte, das in unserem gregorianischen Kalender nicht existiert. Wichtig ist außerdem festzuhalten, dass die Zeitperiode, welche vollendet werden wird, 13 Baktun (13 Pikhaab in der klassischen
Mayasprache) entspricht. Mit Vollendung dieser Zeitperiode beginnt eine neue Periode gleicher Dauer, denn die historischen Maya hatten niemals vorhergesehen, dass irgendeine Periode oder Rechung im Jahr 2012 definitiv zu Ende gehen würde.
Zum Beispiel befindet sich auf der Westtafel im Tempel der Inschriften von Palenque (Mexiko) ein Hieroglyphentext, welcher Ereignisse beschreibt, die erst im Jahr 4772 nach Christus passieren werden. Besagte Ereignisse stehen im Zusammenhang mit der (mehrere Jahrhunderte zurückliegenden) Krönung des Ajaw (König) Pakal dem Großen. Außerdem haben Archäologen unter der Leitung von William Saturno von der Boston University kürzlich in der Mayaruine von Xultún (Guatemala) astronomische Tafeln entdeckt, welche Ereignisse beschreiben, die sich etwa 1000 Jahre nach 2012 ereignen werden (woraus wir uns eine Vorstellung davon machen können, wie die Maya die Zeit empfunden haben und noch empfinden).
Andererseits haben verschiedene Epigrafisten wie Alfonso Arellano, Sven Gronemeyer und Barbara MacLeod eine Übersetzung des Hieroglyphentextes vom Monument 6 von Tortuguero (Tabasco, Mexiko) angefertigt, in welcher die Ankunft der Gottheit Bolón Ok Té (oder Bolon Yokte) vorhergesehen wird, für den Tag 4 Ajaw im Tzolk ́in-Kalender und den Tag 3 Kank ́in im Haab-Kalender, d.h. für den Endtag des 13. Baktun. Nun handelt es sich hierbei weniger um eine „Maya-Prophezeiung“ für unsere Zwecke, als um einen Text, welcher die Person des Ajaw (König) von Tortuguero Balam Ajaw in die Zukunft projiziert. Dieser König ließ diesen Text und dieses Datum in den Stein meißeln, um seinen Machtanspruch zu festigen, mittels der Erwähnung einer wichtigen Gottheit (wie Bolon Yokte) im Zeitverlauf, weiter nichts.
f) Wir erbringen diese Klarstellung, um die Weltöffentlichkeit darüber zu informieren, dass die “7 Maya-Prophezeiungen” weder von den aktuellen noch von den antiken Maya geschrieben worden sind, sondern der Fantasie von Personen entspringen, welche das jahrtausende alte Wissen der Maya zum Zwecke der eigenen Bereicherung verzerrt und verleumdet haben, wobei sie Verwirrung, Angst, Zweifel und Hoffnungslosigkeit erzeugt haben.
Es erscheint uns wichtig, dass die historische Wahrheit der Maya-Zivilisation bekannt gemacht wird, damit ihre Bedeutung als eine der Hochkulturen der Welt erkannt wird, und gleichzeitig die Existenz von tausenden von Maya geachtet wird, welche in Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Belize und anderen Ländern leben, wobei viele von ihnen heute darum kämpfen, ihre Sprache und ihre Traditionen zu bewahren, welche übrigens nichts mit dem zu tun haben, was Herr Malkún und andere zum Zwecke der Selbstbereicherung von sich gegeben haben, welche schamlos das historische und kulturelle Erbe einer der Gesellschaften und Zivilisationen unserer Erde mit Füßen getreten haben.
g) Die Erfindung von unbegründeten Gerüchten über ein Ende der Welt verleiht eine moralische Verantwortung sowohl jenen, die sie erfinden als auch jenen die sie verbreiten. Bekannt ist, dass zu solchen Anlässen die Menschen in Panik verfallen, sich nicht nur das Leben nehmen, sondern sogar vorher ihre Familienangehörigen ermorden. In diesem Falle wären die Panikmacher die moralisch Verantwortlichen, und nicht die Völker der Maya.
Es unterzeichnen:
Würdenträger der Maya in Mexiko:
Centro Ceremonial, Cruz Parlante:
Edilberto Chablé Catz, Comandante
Seberino Chablé Beh, Comandante
Roman Baas Chac, Teniente
Lino Chablé Pat, Sargento
Idelfonso Cahuich, Musiker (Maaya Paax)
Marcelino Pat Tun, Campesino Maya (Abuelo Maya).
Würdenträger der Maya in Guatemala:
Julio David Menchú Ajq’ij, Ciudad de Guatemala.
Intellektuelle, Forscher und Künstler der Maya:
Florentina Can Chi, Kulturverantwortliche, Quintana Roo, Mexiko
Juan Alberto Cituk Pat, Kulturverantwortlicher und Schriftsteller, Quintana Roo, Mexiko
Juan Cituk, Kulturverantwortlicher, Quintana Roo, Mexiko
Hilario Chi Canul, Kulturverantwortlicher, Quintana Roo, Mexiko
Sr. Gaspar Maglah, Stadtchronist von Kantunilkin Q. Roo, und Präsident der Akademie für Sprache und Kultur der Maya von Quintana Roo, Mexiko.
José Miguel Quintal Morales, Kulturverantwortlicher, Educación Bilingüe IEEA, Q.Roo, Mexiko
Apab’yan Tew, Kulturverantwortlicher, Maya K’iche’, Guatemala
Shibata Vázquez, Maya-Archäoastronomin, Yucatán, Mexiko
Organisationen:
Mayas Unidos
Archäologen, Epigrafisten, Forscher und Kulturverantwortliche:
Guillermo de Anda, Unterwasserarchäologe, Forscher der UADY und NatGeo , Mexiko Mirta Blasia Tassini, Kulturverantwortliche, Argentinien
William Ek Muyal, Forscher, Yucatán, Mexiko

Sven Gronemeyer, Epigrafist, La Trobe University, Melbourne, Australien
Jaime Fernando Gutierrez Mejia, Kulturverantwortlicher, Kolumbien
Aod, Elí Islas Santacruz, Ethnomusikologe und Künstler, Mexiko
Sandra Leite, Anwältin, Lissabon, Portugal
Claudio Obregón Clairin, Schriftsteller und Forscher, Mexiko.
Sofía Paredes Maury, Kulturverantwortliche, Guatemala
Paco Perez, Kulturverantwortlicher, Mexiko-Montreal
Jens Siegfried Rohark Bartusch, Reiseleiter, Schriftsteller, Forscher, Deutschl-Mexiko
Mario Krygier, Archäoastronom und Schriftsteller, Deutschland
Massimo Stefani, Forscher und Architekt, Milano, Italia
Julio Torres, Kulturverantwortlicher, UNAM, Mexiko.
Roberto M. Vieyra , Mitarbeiter bei ATM der INAH, Mexiko
Fidel Villanueva, Chronist von Isla Mujeres, Quintana Roo, Mexiko
David Wood Cano, Archäoastronom, Mexiko
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